Conferentie

Am 13. November 2025 veranstaltete Empreva einen aufschlussreichen Studientag zum Thema unerwünschtes Verhalten am Arbeitsplatz, der sich an Gefahrenverhütungsberater für psychosoziale Aspekte sowie an Vertrauenspersonen richtete. Unerwünschte Verhaltensweisen am Arbeitsplatz – ob psychischer, verbaler oder digitaler Natur – stellen nach wie vor eine große Herausforderung dar. Dieser Studientag bot nicht nur fundiertes Wissen, sondern auch konkrete Werkzeuge, um ein sicheres Arbeitsumfeld zu schaffen. Durch die gemeinsame Auseinandersetzung mit Prävention, Sensibilisierung und rechtlichen Aspekten wurde ein weiterer Schritt in Richtung einer respektvollen und sicheren Arbeitskultur getan – einer Kultur, in der für solches Verhalten kein Platz ist.

Der Vormittag wurde von Sensoa, dem Zentrum für sexuelle Gesundheit, gestaltet. Anhand des Flaggensystems und des Grenswijs-Programms lernten die Teilnehmenden, sexuelles Verhalten richtig einzuschätzen und angemessen auf Grenzverletzungen zu reagieren. Interaktive Übungen zeigten, wie komplex solche Bewertungen sein können, und unterstrichen die Bedeutung einer Integritätspolitik innerhalb der Organisation.

Nach dem Mittagessen folgte ein Praxisblock mit Catherine Joie, die einen konkreten Fall aus der Rechtsprechung vorstellte. Die Analyse des Falls verdeutlichte, wie psychosoziale Risiken und geschlechtsspezifische Fragen vor Gericht behandelt werden – und wie entscheidend Prävention und rasches Handeln dabei sind.

Den Abschluss bildete der Beitrag des Instituts für die Gleichstellung von Frauen und Männern (IEFH). Die Präsentation vertiefte den rechtlichen Rahmen zur Geschlechterdiskriminierung, erläuterte den Ablauf einer Meldung sowie die Rolle des Instituts bei der rechtlichen Begleitung. Besondere Aufmerksamkeit galt der digitalen sexuellen Gewalt, etwa der nicht einvernehmlichen Verbreitung intimer Bilder, Sextortion und Deepnudes, sowie den Möglichkeiten für Organisationen, diesen Phänomenen wirksam zu begegnen.

Studiedag ongewenst gedrag